Ziele und Konzepte der IGWRB e.V.  für einen Schienenverkehr im Warndt

Unser Ziel  ist die Reaktivierung der Warndt- und Rosseltalbahn und ihre Nutzung für den Personenverkehr. Diese Bahnstrecke soll Bestandteil eines grenz-überschreitenden Schienenverkehrs (GSPNV) sein. Es soll sich ein Ringverkehr ergeben, der von Saarbrücken über Forbach und Völklingen wieder nach Saarbrücken führt und in beiden Richtungen bedient werden soll.

Die Nutzung für den Güterverkehr soll ebenfalls noch möglich sein, so z.B. für Transporte zur Müllverbrennungsanlage Velsen und / oder zur ehemaligen Tagesanlage des Bergwerkes Warndt, falls Industrieansiedlungen mit entsprechender Transportnachfrage erfolgen sollten. Der Güterverkehr würde über die bisherige Strecke erfolgen, die von Geislautern nach Fürstenhausen führt.

Der Personenverkehr würde über zwei zu erbauende Verbindungskurven zum Bahnhof Völklingen und auf der bestehenden DB-Strecke weiter nach Saarbrücken Hbf geführt werden. 

Hintergrund dieser Überlegungen sind die faktischen Verhältnisse im deutschen Warndt und den angrenzenden französischen Gemeinden. (vgl. Untersuchung GSPNV_Warndt.pdf)
 

Bestehende Situation im Straßenverkehr

Die Verkehrssituation auf den Straßen insbesondere im deutschen Warndt ist prekär. 

Eine Verkehrsstudie zur
Ortsdurchfahrt Geislautern (einem Stadtteil von Völklingen) belegt eine Straßen-Verkehrsbelastung (allein auf-grund des Durchgangsverkehrs) von durchschnittlich mehr als 22.000 Kfz pro Tag (ohne Güterkraftwagen). Dieser Durchschnittswert gibt nicht die wahre Belastung wieder, sie liegt bedeutend höher. Zu beachten ist, dass verkehrsschwache Zeiten wie die Nachtstunden, Ferienzeiten und die Wochenenden den Durchschnittswert  reduzieren.

Eine Bürgerinitiative aus Geislautern hatte 1996 mit einer Videoaufzeichnung über 12 Stunden eine Verkehrsstärke von mehr als 34.000 Autos inklusive Schwerlastverkehr. Nachdem ein Verbot für Lkw über 7,5 t ausgesprochen wurden, hat sich diese Verkehrsmenge um etwa 1000 Fahrzeuge reduziert.  

Es zeigt sich, dass der in der Verkehrsstudie zur Ortsdurchfahrt Geislautern zugrunde gelegte Durchschnittswert weit über- schritten wird. 

Eine vorgenommene Lärmkartierung zeigt in diesem Zusammen- hang, dass durch den von der L165 im Bereich Geislautern ausgehenden Verkehrslärm eine erhebliche Anzahl von Ein- wohnern  erheblich belastet wird. Auch aus diesem Grund und nicht zuletzt unserer Umwelt zu Liebe (fortschreitender Klimawandel aufgrund der CO2-Emissionen, die auch durch den Kraftfahrzeugverkehr verursacht werden) sind Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erforderlich.                           

Der Verkehr auf der A620 in Richtung Saarbrücken wird zu Zeiten des Berufsverkehrs spätestens ab Fenne (Stadtteil von Völklingen) zähfließend und es kommt zu Stop-and-go-Verkehr. Wird im Zuge des Projektes „Stadtmitte am Fluss“ die A620 im Bereich Saarbrücken gebaut und ein Teil der Autobahn in einen Tunnel verlegt, sind zudem über mehrere Jahre zusätzliche Staus ohne irgendwelche Ausweichmöglichkeiten auf der A620 u. E. unausweichlich (auch wenn es während der Bauzeit in beiden Richtungen nach den bisherigen Plänen zwei eingeengte Fahrbahnen geben sollte).   

existierendes Busangebot

Die bestehenden (auch z.T. grenzüberschreitenden) Buslinien aus dem (deutschen) Warndt nach Völklingen und Saarbrücken vermögen, wie die aktuelle Situation beweist, keine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs (mIV) auf den ÖPNV (ÖV) zu bewirken.

Ein Grund dafür liegt in der durch die Bebauung nicht möglichen Einrichtung gesonderter Busspuren in Geislautern und Vorrang-ampelschaltungen für Busse. Der ÖV ist ebenso im zähen Verkehrsfluss gefangen wie die Kraftfahrzeuge. 

Die Fahrzeiten sind, von wenigen Ausnahmen im morgendlichen Berufsverkehr abgesehen, nicht attraktiv. Fahrten in und aus dem Warndt sind Sonntags erst ab dem spätem Vormittag möglich.

Fahrten aus dem Warndt außerhalb der Berufsverkehrszeit nach Saarbrücken dauern mit Umstieg am Rotweg und in Völklingen in der Regel etwa       Minuten.
 

Ortsumgehungsstrasse

Straßen-Ortsumfahrungen (wie für Geislautern vorgeschlagen) sind selbst sehr kostspielig und helfen in dieser Situation zu wenig, denn sie lösen das Problem nicht sondern verlagern es. Fürstenhausen würde stärker belastet werden und der Verkehr würde weiterhin in den Stau auf der A620 führen.

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